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Über den Künstler
Biografie
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Bruno Weinmeister wuchs in einer Salzburger Familie auf, in der Musik allgegenwärtig war. Schon früh war er vom Violoncello fasziniert, das schnell zu einem vertrauten Bestandteil seines Lebens wurde. Seine ersten Auftritte folgten bald, was seine Leidenschaft für die Musik weiter vertiefte. Seine frühe musikalische Entwicklung wurde durch besondere künstlerische Begegnungen geprägt. In Basel und Salzburg studierte Bruno Weinmeister Cello bei Heinrich Schiff, der ihn nicht nur als Lehrer unterstützte, sondern ihn über viele Jahre seines künstlerischen Weges begleitete. Während seines Studiums am Mozarteum Salzburg begegnete er auch Nikolaus Harnoncourt, dessen Vorstellungen von Musik eine wichtige Inspirationsquelle für den jungen Cellisten waren. Eine weitere prägende Figur aus seiner Salzburger Zeit war Friedrich Gulda, mit dem er mehrfach die Konzertbühne teilte.
Berlin gewann für den jungen Musiker eine besondere Bedeutung — eine Stadt, in der die Folgen des Mauerfalls und die politischen Umbrüche jener Jahre unmittelbar spürbar waren. Sein Studium bei Wolfgang Boettcher an der Universität der Künste Berlin und die Erfahrungen des Lebens in einer pulsierenden, sich wandelnden Metropole wurden zu entscheidenden Impulsen auf seinem Weg zu künstlerischer Eigenständigkeit und wachsender innerer Freiheit.
Nach seiner Zeit in Berlin begann Bruno Weinmeister, seine künstlerische Tätigkeit international auszubauen. Als Solocellist trat er zunächst dem Sächsischen Staatsorchester Dresden bei, wo er mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Colin Davis und Herbert Blomstedt zusammenarbeitete. Später übernahm er dieselbe Position am Opernhaus Zürich. Darüber hinaus wurde er als Solocellist von renommierten Orchestern wie der Bayerischen Staatsoper München, dem Tonhalle-Orchester Zürich sowie von führenden deutschen Rundfunkorchestern in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Freiburg eingeladen. In diesen Kontexten arbeitete er unter anderem mit Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Fabio Luisi, Alan Gilbert, Teodor Currentzis, Vladimir Jurowski und vielen weiteren herausragenden Persönlichkeiten zusammen, darunter bedeutende Vertreter der historisch informierten Aufführungspraxis wie Ton Koopman und Roger Norrington.
Parallel dazu begann er, eigene Ensembles zu leiten, und erweiterte seine musikalischen Horizonte durch ein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik in Hannover. Ein früher Meilenstein auf diesem Weg war Bayreuth, wo er als Assistent beim Festival tiefe Einblicke in die künstlerische Arbeit einer großen Operninstitution erhielt. Seine Entwicklung als Dirigent erhielt entscheidende Impulse durch die Zusammenarbeit mit Claudio Abbado. Über mehrere Jahre arbeitete er als Assistent von Abbado — bei Konzerten mit den Berliner Philharmonikern, beim Lucerne Festival Orchestra sowie in Projekten mit dem Orchestra Mozart Bologna und dem Mahler Chamber Orchestra.
Neben seiner Laufbahn als Cellist entwickelte Bruno Weinmeister auch sein eigenes Profil als Dirigent. Er leitete Aufführungen an der Volksoper Wien, dirigierte das Wiener Kammerorchester, das Sinfonieorchester Basel, das Symphonieorchester St. Gallen, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, die Düsseldorfer Symphoniker, das Orchestre de Chambre de Lausanne sowie weitere namhafte Ensembles. Dirigieren, Cellospiel und Kammermusik repräsentieren unterschiedliche Facetten von Bruno Weinmeisters künstlerischer Arbeit — jede erwächst aus dem Kern der musikalischen Praxis.
Mit seiner jungen Familie verlagerte er zunehmend seinen Lebensmittelpunkt nach Wien. Neben seinen Konzertengagements übernahm Bruno Weinmeister eine Lehrtätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er als Professor für Cello tätig ist, eine Klasse leitet und Seminare gibt.
Als Solist tritt Bruno Weinmeister mit Orchestern in vielen Kulturzentren Europas auf. Er gastierte bei den Rundfunkorchestern in Berlin, Hamburg, Wien, Stuttgart, Glasgow und Turin sowie bei renommierten europäischen Konzert- und Opernorchestern, darunter das Konzerthausorchester Berlin, das Helsinki Philharmonic Orchestra, das Sinfonieorchester Basel, das Orchestra del Teatro Comunale di Bologna, das Orchestre national de Lyon und viele weitere führende Ensembles. Gemeinsam mit Dirigenten wie Michael Gielen, Susanna Mälkki, Heinrich Schiff, Francesco Angelico, Manfred Honeck, Heinz Holliger und vielen anderen widmet er sich einem Repertoire, das von der klassischen Konzertliteratur bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts reicht — stets auf der Suche nach einem Zugang zur Musik, der in ihrer Zeit verwurzelt ist und in der Gegenwart lebendig wird.
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