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Über den Künstler
Ferdinando Sulla ist ein angesehener Dirigent und Musikwissenschaftler, dessen Karriere sowohl den Konzertsaal als auch die Opernbühne umfasst. Mit einem einzigartigen Gespür für historische Aufführungspraxis, einer tiefgehenden Kenntnis der Musikliteratur und einer ebenso präzisen wie leidenschaftlichen Dirigierkunst verbindet er analytische Schärfe mit künstlerischer Intuition. Sullas künstlerische Vielseitigkeit reicht von renommierten Opernproduktionen über hochkarätige Konzertreihen bis hin zu Weltpremieren zeitgenössischer italienischer Komponisten.
Biografie
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Seine musikalische Laufbahn begann er mit dem Studium von Orgel, Komposition und Chorleitung in Cosenza und vertiefte später seine Fähigkeiten in der Orchesterdirigierausbildung an der renommierten Civica Scuola di Musica „Claudio Abbado“ in Mailand. Sullas frühe Karriere wurde bereichert durch seine Tätigkeit als Assistenzdirigent bei dem bekannten Fabio Luisi, bei der er wertvolle Erfahrungen sowohl in Konzert- als auch in Opernproduktionen sammeln konnte.
Nach Abschluss seines formalen Musikstudiums verfolgte Sulla weitere akademische Exzellenz und erwarb einen Abschluss in Musikwissenschaft an der Universität Mailand. Seine akademische Laufbahn kulminierte in einer Promotion in Musik an der Universität Tor Vergata in Rom. Als einer der führenden Experten für Rossini-Aufführungspraxis und Philologie hat er bedeutende Beiträge auf diesem Gebiet geleistet, darunter die Herausgabe der kritischen Editionen zweier Hauptwerke von G. Rossini: Messa di Milano – Miserere und Messa di Ravenna. Diese Editionen wurden von der Rossini-Stiftung in Pesaro veröffentlicht, und Sulla hatte die Ehre, die Welturaufführungen dieser Werke beim renommierten Rossini Opera Festival in Pesaro zu dirigieren, wodurch er seinen Ruf als zentrale Persönlichkeit in der Interpretation und Bewahrung des Rossini-Erbes festigte.
Im Verlauf seiner Karriere dirigierte Sulla bei einer Vielzahl bedeutender Festivals und Institutionen weltweit. Dazu zählen das Festival der Jeunesses Musicales Deutschland in Deutschland, das Festival della Valle d’Itria in Martina Franca, das Festival Verdi in Parma und das Festival Resurrexit in Šiauliai, Litauen, wo er auf Einladung der Litauischen Nationalphilharmonie von Vilnius tätig war. Darüber hinaus trat er an wichtigen italienischen Spielstätten auf, darunter das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, das Teatro Regio in Parma und das Teatro Rossini in Pesaro. Seine internationalen Engagements führten ihn unter anderem in das Auditorium der Fondazione Cariplo in Mailand, das Auditorium Maximum in Cluj, die TauberPhilharmonie in Weikersheim sowie zum Klaipeda Chamber Orchestra, was seine Vielseitigkeit in unterschiedlichen musikalischen Stilen und Genres unterstreicht.
Sulla hat einige der weltweit renommiertesten Orchester geleitet, darunter das Orchester und der Chor des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, das Orchestra Sinfonica di Milano (laVerdi), die Filarmonica Arturo Toscanini in Parma und das Orchestra di Padova e del Veneto. Seine Zusammenarbeit erstreckte sich auch auf das Orchestra Sinfonica G. Rossini in Pesaro, das Orchestra Magna Græcia, die Filarmonica Gioacchino Rossini Orchestra und das I Filarmonici Friulani Youth Orchestra, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus arbeitete er mit herausragenden Solist:innen zusammen, darunter der Pianist und Komponist Stefano Bollani, die Harfenistin Emanuela Battigelli sowie die Cellist:innen Guillermo Pastrana und Martina Biondi.
Als leidenschaftlicher Förderer zeitgenössischer italienischer Musik dirigierte Sulla auch Welturaufführungen von Werken aufstrebender Komponisten wie Giampaolo Testoni und Paolo Furlani und unterstreicht damit sein Engagement für die Weiterentwicklung der italienischen Musik. Als Chorleiter arbeitete Sulla mit einigen der renommiertesten Chorensembles Italiens und im Ausland zusammen, darunter das Dallas Symphony Orchestra (USA), der Chor der Cluj State Philharmonic und das Festival della Valle d’Itria. Zudem hatte er die Ehre, mit international anerkannten Dirigenten wie Diego Fasolis und Fabio Luisi zu kooperieren, was sein künstlerisches Netzwerk weiter erweiterte.
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent teilt Sulla sein Wissen als Pädagoge an mehreren angesehenen Institutionen. Er wirkte als Professor an der Accademia del Belcanto „Rodolfo Celletti“ in Martina Franca, der Accademia Teatro alla Scala in Mailand sowie an den Konservatorien von Reggio Calabria und Potenza. Derzeit unterrichtet Maestro Sulla Orchesterdirigieren am Konservatorium von Cosenza und Musikgeschichte an der Civica Scuola di Musica „Claudio Abbado“ in Mailand.
In Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen wurde Sulla im Mai 2019 mit dem renommierten „Young Excellence“-Preis des Rotary Clubs ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt seine herausragenden Beiträge zur Welt der Musik, sein tiefes Engagement für die Bewahrung und Förderung klassischer Traditionen sowie seine Hingabe an die Förderung zeitgenössischer italienischer Komponisten. Sullas Karriere entwickelt sich weiterhin dynamisch, und er nimmt seinen Platz als eine der wichtigsten und vielseitigsten Persönlichkeiten der klassischen Musik ein.
Fotos & Medien
"Ferdinando Sulla [...] zeichnet sich durch eine lockere Gestik, eine ausdrucksstarke Phrasierung, eine schöne Beherrschung der Dynamik und das richtige Maß bei der Darstellung des sakralen Charakters aus, selbst im Melodiefluss oder in den für die Stimme anspruchsvollsten Passagen." — il Musicografo, Quinteparallele
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